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Jules Barnard Books

Mehr als nur Freunde

Mehr als nur Freunde

Regular price $3.99 USD
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Sale Sold out
  • New Adult
  • Unerwiderte Liebe
  • Friends to Lovers
  • Ich stecke in der Friendszone mit meinem besten Freund fest, aber ich werde alles riskieren, um ihm zu zeigen, dass wir perfekt füreinander sind.

Überblick

Ich stecke in der Friendzone fest, und das mit dem heißesten Typen, den ich je kennengelernt habe. Oh, und er ist mein bester Freund.

Wenn zwischen uns die Funken fliegen, stößt Zach mich weg. Und die Funken fliegen schon seit dem Tag, an dem wir uns kennengelernt haben. Doch aus irgendeinem nervigen Grund hält er mich absichtlich auf Distanz.

Meiner Einschätzung nach habe ich zwei Möglichkeiten. Ich kann die Stadt verlassen und einen Neuanfang wagen, oder ich kann Zach zeigen, dass wir füreinander geschaffen sind. Nur eine dieser Optionen hat das Potenzial, die beste Freundschaft meines Lebens zu zerstören.

Aber ich ziehe in Erwägung, all das für die Liebe zu riskieren.

AUSZUG

„Nessa.“ Seine Stimme ist ein ersticktes Knurren.

„Das sollte keine große Sache sein. Du hast gesagt, du fühlst dich nicht zu mir hingezogen,“ erinnere ich ihn.

„Das habe ich nicht gesagt.“

„Du hast gesagt, dass es keinen Grund zur Sorge gibt und dass ich es mir bequem machen soll.“

„Ich hätte nicht erwartet, dass du Nacktbaden gehst.“

Blick ins erste Kapitel

Nessa

Ich sitze in der Friendzone fest. Schon wieder. Warum ist das mit mir und dem männlichen Geschlecht immer so?

Ich lade Drinks von meinem Cocktailtablett ab und blicke verstohlen zu Zach und dieser Frau hinüber.

Zuverlässig wie ein Uhrwerk kommt sie jeden Monat ins Blue Casino. Sie ist wunderschön, mit kurzen platinblonden Haaren und einem herausgewachsenen Pixie-Haarschnitt, dessen Strähnchen sie immer hinter ihr Ohr steckt. Heute Abend trägt sie High Heels und ein hautenges schwarzes Minikleid. Seit der Erfindung von Botox und Schönheitsoperationen ist es schwer zu sagen, aber sie sieht älter aus als Zach. Vielleicht Mitte dreißig.

Der Barkeeper der Sportbar, in der ich abends arbeite, Jimmy, schüttelt den Kopf. »Er hat dich nicht verdient, Mädchen.«

»Was?« Ich schiebe ihm das letzte leere Glas zu. »Ich finde es nur faszinierend.«

Blondie überreicht Zach eine Schlüsselkarte aus Plastik. Er starrt die Karte an, dann blickt er auf.

Direkt zu mir, weil ich ihn anstarre. Schon wieder.

Unsere Blicke treffen sich, und für einen Augenblick blitzt Schuld in seinem Gesicht auf.

Ich wende den Kopf wieder der Bar zu, meine Hände zittern. Kacke.

»Bestimmt findest du das faszinierend«, kichert Jimmy, der gerade den Tresen abwischt.

Ziemlich sicher vermutet jeder, dass ich in Zach Elliott verknallt bin. Jeder außer Zach selbst. Oder vielleicht weiß er es und es ist ihm egal. Zach ist mein Kumpel – mein Kumpel, mit dem ich Babys machen möchte.

Ich seufze und schließe fest die Augen, um gegen die Frustration anzukämpfen, mit der ich schon mehr als ein Jahr lebe. Zach achtet besonders darauf, dass wir nur Freunde sind. Es ist demütigend. Ich schmachte, während er mich passiv zurückweist.

Die Frau, bei der er steht, geht weg, und er zeigt den Kameras an der Decke seine Hände, um dem Casino zu beweisen, dass er keine Karten oder Bargeld im Ärmel hat. Er bereitet sich darauf vor, seinen Blackjack-Tisch zu verlassen. Um ihr zu folgen. Wie er es jeden verdammten Monat tut.

Warum ihr? Warum nicht mir?

Das Schlimmste ist, dass die Blondine nicht einmal Zachs einzige Eroberung ist. Er hat ständig Sex mit irgendwelchen Frauen. Glücklicherweise sehe ich ihn dabei für gewöhnlich nicht, höre aber immer wieder von den Frauen, die sein Haus zu allen möglichen Tages- und Nachtzeiten verlassen. Er flirtet mit jeder. Außer mit mir.

Ich knalle mein Tablett auf den Tresen und Jimmy hebt eine Augenbraue. »Tut mir leid«, murmle ich.

Reiß dich zusammen, Nessa. Ich kann das nicht mehr an mich heranlassen. Ich bin nicht ich selbst und das ist einfach nicht richtig.

Jimmy hat recht. Zach hat mein Herz nicht verdient. Aber ich kenne ihn eben. Er ist lieb und lustig und wunderbar. Es gibt Idioten, denen es nur um Sex geht und die Frauen wie Dreck behandeln. Aber Zach ist nicht so… obwohl sein Verhalten im Moment, da er sich auf das Treffen mit Blondie vorbereitet, nicht gerade glänzend ist.

Ich lege mir eine Hand auf die Brust. Es tut so schrecklich weh. Warum tue ich mir das an?

Ich muss mir ein Beispiel an Zach nehmen. Ich sollte rausgehen und mich verabreden. Ich werde keinen Gelegenheitssex haben. Das kenne ich schon. Der One-Night-Stand in meinem letzten College-Jahr hat mich so leer zurückgelassen, dass ich lange Zeit danach keine Dates mehr hatte. Aber ich bin seit anderthalb Jahren von Zach besessen. Seit ich an der San Francisco State University meinen nutzlosen Abschluss in Kommunikationswissenschaften gemacht habe und mit einer Freundin nach Lake Tahoe gezogen bin.

Meine Freundin zog weiter. Ich aber nicht.

Zach war einer der ersten Menschen, die ich bei meiner Ankunft kennenlernte. Und anfangs spürte ich diesen Funken zwischen uns. Ich ertappte ihn dabei, wie er mich so ansah. Mit Leidenschaft und Sehnsucht – kurz bevor er sich den Ausdruck aus dem Gesicht wusch und mich mit irgendeinem kindischen Spitznamen ansprach.

Er behandelt mich wie seine kleine Schwester, und das macht mich verrückt. Ich könnte mir die Haare ausreißen. Was nicht gut aussehen würde. Meine langen schwarzen Haare reichen bis zur Taille und sie sind mein bestes Merkmal. Irgendetwas hält Zach zurück, und ich habe es satt, ihm hinterherzulaufen. Am besten wäre es für mich, all das zu vergessen und aufzuhören, von etwas zu träumen, was nie geschehen wird. 

Ich liefere ein Tablett mit neuen Getränken ab und suche aus schlechter Gewohnheit  nach der Person, die mich in den Wahnsinn treibt.

Zach ist immer noch nicht wieder zurück an seinem Blackjack-Tisch. Und leider weiß ich, was das bedeutet.

Mein Magen verkrampft sich, meine Ellbogen pressen sich in meine Seiten. Durch die Bewegung neigt mein Tablett sich und die darauf liegenden Serviettenflattern zu Boden.

»Brauchst du Hilfe, Ness?« Ich blicke auf und sehe in Sals leuchtend blaue Augen.

Sal ist ein Einheimischer, der regelmäßig vorbeikommt, um sich irgendwelche Sportmannschaften anzusehen, die auf den großen Bildschirmen spielen. Er und eine Gruppe von Stammgästen treffen sich jede Woche. Manchmal auch zweimal pro Woche.

Ich bücke mich und sammle die Servietten auf. »Schon okay, Sal. Danke.«

»Alles in Ordnung?« Sein Ausdruck ist warm, besorgt, als sähe er in meinem Gesicht etwas, das ihn beunruhigt.

Sal ist ein guter Kerl und sieht nicht schlecht aus. Er ist etwa in meinem Alter, hat umwerfende blauen Augen, gebräunte Haut und sandblonde Haare. Leider zieht er sich an wie der letzte Penner. Mit ausgefransten Jeans, deren Säume auf dem Boden schleifen. Seine T-Shirts sind so abgenutzt und dünn, dass sie fast durchsichtig sind. Aber das ist nicht der Grund, warum ich mir nichts mit ihm vorstellen kann.

Ich kann mir mit niemandem etwas vorstellen, außer mit Zach. Und das muss sich ändern.

»Ja, ich hatte einfach eine beschissene Nacht.« Ich werfe die Servietten auf mein Tablett und richte mich auf.

Sal legt seinen Arm um meine Schultern. »Trink heute Abend etwas mit uns, Ness. Wir gehen gleich zu Farley‘s.«

Farley's ist eine kleine Kaschemme ein paar Straßen weiter. Dort wird regelmäßig Sackloch gespielt, was unter den Einheimischen sehr beliebt ist. Ich nehme nie Angebote von Männern an, die mich im Blue anmachen, was angesichts meiner Arbeitskleidung häufig vorkommt. Das ist bei dem paillettenbesetzten Bustier und den Satin-Hotpants auch kein Wunder. Aber Sal und seine Freunde sind entspannt. Das Bier in ihren Flaschen ist ihnen wichtiger als die hübschen Frauen, die sich in der Bar herumtreiben. Sie sind nicht darauf aus, Fantasien von sexy Kellnerinnen auszuleben.

Sals Blick schweift nach oben und bleibt stehen. Ich folge seinen Augen und sehe meine Freundin Mira hereinspazieren, was erklärt, warum sich sogar Sals Kopf gedreht hat. Er mag entspannt sein, aber er ist dennoch ein Mann.

Mira ist umwerfend schön. Ein Mann müsste tot sein, um sie nicht zu bemerken. Schade, dass sie vergeben ist. Sie ist in einer ernsthaften Beziehung mit Tyler, dem Bruder meiner Freundin Cali. Mira ist das, was man temperamentvoll nennen würde. Niemand hätte gedacht, dass ein Mann durch ihre harte Schale dringen und ihren weichen Kern finden könnte, aber Tyler bewies, der Herausforderung gewachsen zu sein. Sie scheinen sehr glücklich miteinander. Und ich bin nicht eifersüchtig, dass alle meine Freunde plötzlich sesshaft geworden sind. Ganz und gar nicht.

Okay, ein bisschen.

Miras Blick überfliegt die Leute in der Bar, auf der Suche nach mir. Ich winke sie heran.

Sal lächelt mich an. »Sag mir Bescheid, wenn du kommen willst«, sagt er und wendet sich seinen Freunden zu.

»Hey.« Mira lässt ihr Handy in ihre Handtasche fallen. Sie muss gerade von der Arbeit gekommen sein. »Ich wollte fragen, ob das mit den Tacos morgen Abend noch steht.«

»Tut es das nicht immer?« Zach veranstaltet jeden Mittwoch ein Taco-Dinner bei ihm zu Hause. Es war eines der ersten Dinge, zu denen er mich eingeladen hat.

Ich raufe die Servietten zusammen, die heruntergefallen sind. Jetzt, wo sie den Boden berührt haben, sind sie nutzlos.

»Alles in Ordnung?«

»Ja.« Ich lächle schwach. »Ich bin einfach nur schlecht gelaunt.«

Mira verzieht verwirrt das Gesicht.

Okay, normalerweise bin ich nicht launisch. Trotzdem hat ein Mädchen das recht, ab und zu schlecht drauf zu sein. Vielleicht nehme ich Sals Angebot an. Ich könnte einen Tapetenwechsel gebrauchen. Zach mit dieser Frau weggehen zu sehen, hat mir die Stimmung vermiest. 

Ich trete beiseite und ziehe Mira mit mir. »Das legt sich bald wieder. Ich habe nur einen dieser Tage. Sal hat mich auf einen Drink nach der Arbeit eingeladen, um etwas Dampf abzulassen.«

Mira mustert Sal über meine Schulter hinweg. Sie hatte eine schwere Kindheit, mit Alkohol- und drogenabhängigen Eltern. Sie hat viel überwunden, was sie zu einer wirklich guten Menschenkennerin gemacht hat. »Niedlich, aber...«

»Ich weiß. Er könnte einen Kleidungswechsel gebrauchen. Aber es ist nicht so wie du denkst. Sal ist ein Stammkunde. Wir sind Freunde.«

»Soll ich nicht trotzdem lieber mitkommen?«

»Nein, ich komme schon klar.«

Mira drückt sanft meinen Arm. »Nessa, ist wirklich alles in Ordnung?«

Ich habe niemandem von meiner Schwärmerei für Zach erzählt, auch wenn es vielleicht viele vermuten. Wir sind alle Freunde, und über meine wahren Gefühle zu sprechen, könnte die Dinge zwischen uns unangenehm machen.

»Es geht mir gut. Sehen wir uns morgen bei Zach?«

»Ja. Ich habe sogar Kekse gebacken.«

»Oh wow…« Ich lege ihr meinen Handrücken auf die Stirn. »Hast du Fieber oder sowas?«

Mira lacht. »Nein. Tyler und ich hatten gestern Abend Lust auf Plätzchenteig. Wir haben einen halben Behälter aufgefuttert und erst aufgehört, als wir fast geplatzt wären. Mit dem Rest habe ich Kekse gebacken.«

»Das ist also gekaufter Plätzchenteig?«

Sie macht ein komisches Geräusch in ihrem Rachen. »Natürlich.«

»Puh, da habe ich mir einen Moment lang Sorgen gemacht.«

Mira kichert und geht weg. »Ich habe in letzter Zeit viel gekocht«, sagt sie über ihre Schulter. »Achtung - ich bin eine echte Hausfrau geworden. Das nächste Taco-Dinner könnte bei mir zu Hause stattfinden.«

Oje. Zach ist der Einzige in unserem kleinen Freundeskreis, der tatsächlich kochen kann. Mira am Herd ist eine beängstigende Vorstellung. Ihre neue Stelle als Assistentin einer Topmanagerin bei Blue ist perfekt für sie. Sie liebt es, Menschen in der Personalabteilung herumzukommandieren. Aber kochen? Soweit ich weiß, hat sie noch nie für jemanden gekocht. Vielleicht hat sie an Tyler experimentiert. Wenn ja, dann hat der arme Kerl sich für uns alle geopfert.

Ich gehe zu Sal hinüber und stupse seinen Arm mit meinem Ellbogen. »Hey, ich glaube, ich komme heute Abend mit.«

»So gefällst du mir.« Sal grinst.

»Ich habe um Mitternacht Feierabend, also in etwa einer Stunde. Passt das?«

»Natürlich. Die Jungs gehen vielleicht früher, aber ich bleibe hier und warte auf dich.« Er nickt zu den Fernsehbildschirmen. »Sie zeigen gleich wieder Höhepunkte vom Spieltag.«

Ich bereite mich auf das Ende meiner Schicht und mental darauf vor, Zach für einen Abend aus meinen Gedanken zu löschen – sogar noch länger, wenn ich es schaffe, an meinen Überzeugungen festzuhalten und über ihn hinwegzukommen.

Wenn ich es schaffe, zu vergessen, dass es jemals ein »Wir« hätte geben können.

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⭐⭐⭐⭐⭐ „Ich liebe diese Bücher so sehr! Sie haben die
perfekte Balance zwischen Leidenschaft, Humor und Süße.“
~ Rezension zu Mehr als nur Freunde

Jules Barnard ist eine USA Today-Bestsellerautorin für romantische Komödien und romantische Fantasy. Zu ihren romantischen Komödien gehören die Serien Keine Regeln (Englisch: All's Fair), Die Männer aus Lake Tahoe (Englisch: Never Date), und die Cade-Brüder (Englisch: Cade Brothers). Außerdem schreibt sie unter dem Namen J. Barnard romantische Fantasy in der Halven Rising-Reihe, die das Library Journal als "... ein aufregendes neues Fantasy-Abenteuer" bezeichnet. Ob sie nun über heißblütige Männer in Lake Tahoe oder eine Fae-Welt auf einem College-Campus schreibt, Jules spinnt fesselnde Geschichten voller Herz und Humor.

Wenn Jules nicht gerade in ihrer Jogginghose schreibt und sich mit Schokolade belohnt, verbringt sie ihre Zeit mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in ihrer kleinen Heimatstadt im pazifischen Nordwesten. Sie schreibt sich selbst die Fähigkeit zu, zu lesen, während sie auf dem Laufband läuft oder das Abendessen anbrennen lässt.