Jules Barnard Books
Seine zweite Chance
Seine zweite Chance
- Erzwungene Nähe
- Enemies to Lovers
- Zweite Chance
- Mira ist zurück in der Stadt – und wohnt unter demselben Dach wie ich. Ihr verführerischer Körper und ihre schlagfertige Art reizen mich täglich, und ich will, dass sie auszieht ... bevor ich dem Feuer erliege, das immer noch zwischen uns brennt.
Überblick
Überblick
Sie ist die einzige Frau, die ich um jeden Preis vergessen will – und jetzt muss ich mit ihr zusammenleben.
Meine dickköpfige Schwester hat Mira trotz meiner Proteste in unserem kleinen Sommerhäuschen untergebracht. Ich mache einen Neuanfang in Lake Tahoe und ich will verdammt sein, wenn ich wegen Mira ausziehe.
Leider hat sich in den Jahren seit meiner letzten Begegnung mit Mira nichts geändert. Ihr verführerischer Körper und ihr cleveres Mundwerk verfolgen mich auf Schritt und Tritt. Ich habe nur noch eine Hoffnung, bei Verstand zu bleiben: das Wissen, dass Mira etwas zu verbergen hat.
Früher oder später werde ich Miras Geheimnis aufdecken. Und wie ich sie kenne, wird es verhängnisvoll sein.
Aber zuerst muss ich den Drang ignorieren, sie zu küssen, zu berühren und Mira wieder mein zu machen.
Wenn die Mauern erst einmal eingestürzt sind, kochen die Gefühle über. Holen Sie sich diese sexy Romanze, und finden Sie heraus, ob diese zweite Chance sich bezahlt machen wird!
AUSZUG
Ich umfasse ihre Taille und führe ihren Rücken gegen die Regale.
Sie küsst meine Wange, knabbert an meinem Ohrläppchen. „Wir können das nicht hier machen.“
Dieses Knabbern schießt mir direkt in die Leistengegend. „Da bin ich anderer Meinung. Wir kriegen das schon hin.“
Blick ins erste Kapitel
Blick ins erste Kapitel
Mira
Vor sechs Jahren
Meine Ängste sind mir bisher immer in die Quere gekommen. Aber nicht heute Abend.
Alicia Keys‘ »No One« schallt durch das Soundsystem von Holly Walkers Wohnzimmer. Ihr Haus ist voller Gesichter, die ich aus den Gängen unserer High School kenne.
Der Grund, warum ich hier bin – wo ich solche Partys doch normalerweise meide wie die Pest – ist, dass Tyler Morgan sagte, er würde kommen.
Ich bin mit Zach mitgefahren, einem guten Freund aus dem Dresslerville Washoe Reservat, der mit mir und meinem Ziehbruder Lewis die High School besucht.
Lewis ist die ganze Zeit mit Lernen beschäftigt. Er geht nicht zu solchen Veranstaltungen, aber Zach kommt zu allen Partys. Zurzeit hat er ein Auge auf Ella oder Bella geworfen – ein Mädchen aus meiner Englischklasse, dessen Name mit einem ›a‹ endet, wie es bei allen beliebten Mädchen der Fall ist.
Theoretisch endet mein Name auch auf ein ›a‹, aber wenn die Leute mich kennen, dann aus den falschen Gründen. Mein Name wird eher mit Begriffen wie ›Schlampe‹ oder ›Abschaum‹ assoziiert.
»Zach, du wirkst wie ein Raubtier auf Beutejagd«, sage ich. »Es gibt so etwas wie Finesse. Du könntest auch mit dem Mädchen reden. Sie kennenlernen.«
Zach spannt seinen gemeißelten Kiefer an. »Warum sollte ich das tun wollen? Das ruiniert doch meine mysteriöse Aura.«
Seit ich ihn kenne, hat Zach Mädchen immer auf Distanz gehalten. Emotional, nicht physisch. Der Kerl schiebt schon die eine oder andere Nummer. Ich kann ihm das nicht verübeln. Ich tue dasselbe – also die Sache mit der emotionalen Distanz, nicht dem Sex. Diese Gerüchte über mich sind erfunden.
Er hebt sein Kinn. »Kommst du allein zurecht? Ich zeige jetzt mal meine Schokoladenseite.« Er spannt seine Brust an. »Wie sind die Brustmuskeln? Sehen sie gut aus?«
Ich schüttle den Kopf. »Du bist ein Depp.«
Er zieht mich in einen freundschaftlichen Schwitzkasten. »Hab dich lieb, Mir. Geh doch mal jemanden abschleppen oder so. Das tut dem Körper gut.«
Meine Schultern werden steif. Er hat keine Ahnung, wie nahe er der Wahrheit ist.
Zach schüttelt mich ein wenig. »Mach dich locker, Mädchen. Du bist ganz verkrampft.«
Ich teile alles mit Zach und Lewis. Abgesehen von meinem Liebesleben. Das wäre einfach seltsam.
Zach verhält sich wie eine männliche Hure, weshalb es über ihn stundenweise Gesprächsstoff gäbe. Aber über mich und Jungs zu reden, ist eine andere Geschichte. Das ist der Punkt, ab dem es eigenartig wird – wenn man männliche Freunde hat, die wie Brüder sind.
»Würdest du jetzt langsam mal abhauen?« Sein Verweilen macht mich nervös, und ich habe schon genug Sorgen.
Zach küsst seinen Bizeps und zwinkert, bevor er loszieht und mit seinen breiten Schultern an den Menschen, die das Wohnzimmer bereits füllen, vorbei schreitet.
Ich sehe mich um und suche nach meiner eigenen Beute.
Seit Tyler vor einer Stunde angekommen ist, beobachte ich ihn wie eine Stalker-Tussi. Das ist nicht wirklich mein Stil, aber mir läuft die Zeit davon. In ein paar Wochen geht er aufs College und wenn ich jetzt nichts unternehme, könnte ich meine Chance verpassen.
Ich fahre mit einer zittrigen Hand durch mein langes, dunkles Haar und ziehe eine Handvoll gewellter Haare über meine Schulter, wobei die Enden den oberen Teil meiner Taille streifen. Aus den Augenwinkeln erwische ich den Kerl neben mir, wie er mich beobachtet.
Ich habe kein Interesse an anderen Typen. Nur eine Person hält meine Aufmerksamkeit und auf sie gehe ich jetzt zu.
Heute Abend bin ich wie Zach, eine Raubkatze auf der Pirsch.
Normalerweise lasse ich Männer zu mir kommen. Bei den Mädchen bin ich vielleicht nicht beliebt, aber bei den Jungs ist das anders.
Lewis und Zach behandeln mich wie eine Schwester, aber bei anderen Jungs … Na ja, sie wollen Etwas von mir. Nicht, dass ich es ihnen geben würde. Ungeachtet dessen, was einige Leute sagen, habe ich nur ein paar Jungs geküsst, mit ein paar von ihnen rumgemacht, aber niemandem je dieses Etwas gegeben.
Ich bin mir nicht sicher, warum ich mir meine Jungfräulichkeit bewahrt habe. Niemand erwartet das von mir und ich fühle mich deswegen auch nicht rein und unberührt. Es ist möglich, dass das Zusammenleben mit Lewis und seiner Familie auf mich abgefärbt hat. Dass ich meine Maßstäbe erhöht habe, ohne es zu merken. Aber selbst wenn sich die Gelegenheit ergab, wollte ich bislang keinen Sex haben und ich glaube, dass das einen anderen Grund hat.
Es gibt nur eine Person, mit der ich zusammen sein will.
Mein Vertrauenslehrer hat mir Tyler vor über einem Jahr als Mathe-Nachhilfelehrer zugewiesen. Eventuell habe ich absichtlich nach ihm gefragt, als ich herausfand, dass er Schüler suchte.
Die Freundlichkeit hinter Tylers klaren blauen Augen, als er die Gruppe fieser Mädchen in der Junior High verscheuchte, hinterließ einen bleibenden Eindruck. Ich habe ihn nie vergessen.
Ich bin ziemlich sicher, dass er sich nicht an diesen Tag erinnert. Er hat ihn nie erwähnt und während unserer zahlreichen gemeinsamen Lernsitzungen habe ich ihn auch nicht daran erinnert.
Ich sehe zu, wie Tyler das Badezimmer im Erdgeschoss vor Holly Walkers Wohnzimmer überprüft. Er hat seit der Junior High an Muskelmasse dazugewonnen – seine Schultern sind breiter und seine Brustmuskulatur ist definierter. Er ist größer als die meisten Jungs an unserer High School. Außerdem sieht er gut aus, aber das ist nicht der Grund, warum ich ihn mag.
Tyler hat etwas an sich, was ihn von anderen Jungs unterscheidet. Ich bin mir jeder seiner Bewegungen bewusst, dass er nach Pfefferminz riecht – und nach dem Fahrradöl von seinem Mountainbike, das sich mit dem Duft von seinem Waschmittel vermischt. Er ist entspannt, aber aufmerksam und ich verbringe genauso gern Zeit mit ihm, wie mit meinen Freunden. Mehr noch.
Wenn Tyler mir Gleichungen zeigt, während wir zusammen lernen, möchte ich mit meinem Finger über die Hornhaut an seinem Daumen streichen, mit dem er seinen Bleistift zu fest hält.
Manchmal, wenn er nicht hinsieht, starre ich auf die dunklen Stoppeln an seinem Kinn, die im Licht rötlich leuchten und frage mich, wie es sich anfühlen würde, meine Lippen an diesen Stoppeln zu reiben und seinen Hals zu küssen.
Das lenkt mich ab.
Tyler wird die Stadt bald verlassen. Ich sollte abwarten und meine Gefühle ignorieren.
Aber das werde ich nicht tun.
Ich werde etwas tun, was ich noch nie zuvor getan habe: Ich werde mich öffnen. Lange genug, um meine Jungfräulichkeit an den Jungen, den ich mag, zu verlieren.
Nachdem er das Badezimmer unten versucht hat und es offenbar abgeschlossen ist, schiebt Tyler eine große Hand in die Tasche seiner Jeans und macht sich auf den Weg in den ersten Stock.
Ich sehe mich um, um sicherzugehen, dass niemand aufpasst und folge ihm die Treppe hinauf.
Tyler ist ein Jahr älter als ich, aber zwei Klassen höher, denn er ist super intelligent und hat das erste Jahr übersprungen. Hollys Party ist vielleicht die letzte Chance, die ich habe, bevor er in ein paar Wochen seinen Abschluss macht.
Auch der erste Stock ist überfüllt. Tyler stapft eine weitere Treppe hinauf und ich bleibe zurück, bis er dort angekommen ist.
Hollys Haus hat vier Etagen. Ihre Eltern sind stinkreich und ihr Haus ist mit einem Whirlpool im Innenbereich und einem Aufzug ausgestattet. In den oberen Stockwerken sind ungefähr hunderttausend Schlafzimmer verteilt. Es sollte nicht allzu schwierig sein, Tyler allein zu erwischen.
Er klopft an ein Badezimmer im zweiten Stock, tritt ein und schließt die Tür hinter sich. Der Großteil der Party befindet sich in den unteren Stockwerken. Nur wenige Leute wandern durch die oberen zwei, also gibt es hier Privatsphäre.
Ich gehe schnell zum Ende des Flurs und schiele in eines der abgedunkelten Schlafzimmer. Es ist leer, also lehne ich mich hinein, lege meine Tasche neben die Tür und schließe sie hinter mir.
Mein Herz hämmert in meiner Brust. Ich drücke meine Hand darauf und atme tief durch, um mich zu beruhigen.
Ich habe etwas zwischen mir und Tyler gespürt. Und ich glaube nicht, dass er mein Angebot ablehnen wird. Aber es wird eine Herausforderung sein, mich in der Nähe von jemand anderem als Lewis oder Zach verletzlich zu zeigen.
Ich neige dazu, Menschen wegzustoßen. Aber Tyler neckt mich. Er nimmt mich nicht allzu ernst, wie die meisten anderen Typen es tun. Irgendwie lässt das die Vorstellung, sich zu öffnen, leichter erscheinen. Ich wünschte, ich könnte mehr mit Tyler haben, bevor er geht. Aber ich gebe mich damit zufrieden.
Sex … mit Tyler.
Mein Herz rast abermals.
Ich schlucke und versuche, meine Gesichtszüge zu beruhigen, obwohl das schon bei dem lebenswichtigen Organ, das in meiner Brust klopft, nicht funktioniert. Ich gehe den Flur entlang, lauere vor dem Badezimmer, in das Tyler gegangen ist und stelle mich mental auf das ein, was ich gleich tun werde.
Ein paar Sekunden vergehen, bevor Tyler mit gesenktem Kopf herauskommt.
Jetzt oder nie. Ich trete ihm in den Weg und stoße leicht mit ihm zusammen.
»Tyler«, sage ich und tue überrascht. Er ergreift meine Arme, um uns nach dem Zusammenstoß wieder ins Gleichgewicht zu bringen, sein Gesicht ist nur wenige Zentimeter entfernt. Ich lächle verschämt. »Wenn du mich berühren wolltest, hättest du nur fragen müssen.«
Wow – das war lahm. Ich muss an meinen Anmachsprüchen arbeiten.
Sein Gesichtsausdruck ist leer und für einen Moment frage ich mich, ob ich es verbockt habe. Aggressiv zu flirten ist schwieriger, als es aussieht.
»Mira.« Sein Blick wird weich, er bleibt warm an meinen Augen haften. »Ich dachte, ich hätte dich unten gesehen.« Er grinst – was mein Herz höher schlagen lässt als je zuvor.
Die meisten Menschen denken, dass Tylers Augen sein bestes Attribut sind. Sie sind vernichtend schön, aber es ist sein Lächeln, das mich wirklich fasziniert. Es fesselt einen tiefliegenden Teil von mir und macht mich schwindlig und stumm.
Dieses Lächeln ist eine Bedrohung. Und ich kann nicht genug davon bekommen.
Mein Brustkorb schnürt sich zusammen, meine Mundwinkel zucken, was hoffentlich einem glücklichen Ausdruck ähnelt. »Wie geht‘s denn so?« Ich sage das, als ob ich ihn heute Abend zum ersten Mal sehe, obwohl ich ihn wie ein Panther verfolgt habe.
»Gut. Bist du schon lange hier?«
»Schon eine Weile.« Ich greife seine Hand und ziehe ihn den Gang entlang, wobei ich mein zitterndes Grinsen aufrechterhalte. »Kannst du mir bei etwas helfen? Es ist gleich hier hinten.«
Er runzelt besorgt die Stirn. »Klar.«
Noch ein weiterer Grund, warum Tyler perfekt ist. Er verbrachte lächerlich viel Zeit damit, mir in Mathematik zu helfen, bis ich nicht nur meine Note verbessern, sondern sogar eine Eins schaffen konnte.
Ich? Eine Eins in Mathematik? Das habe ich nur Tyler zu verdanken, der sich um mich gekümmert hat, was sonst nur wenige Leute es getan haben. Als würde er in mir eine Art Potenzial sehen, von dem die meisten Menschen denken, dass es nicht existiert.
Ich öffne die Schlafzimmertür und gehe hinein. »Es ist gleich hier.«
Tyler lacht nervös, aber er kommt hinter mir in den Raum. Das Licht aus dem Flur umrahmt seinen hohen, sportlichen Körperbau. Er zupft an seinem T-Shirt und sieht sich um. »Also, was brauchst du?«
Ich greife hinter ihn, schließe die Tür und pechschwarze Dunkelheit füllt den Raum. Ich drücke meine Brust an seine und lege meine Arme um seinen Hals.
»Nur das.« Ich küsse ihn.
Seine Lippen bewegen sich zunächst nicht, sein Körper ist angespannt. Doch dann schmilzt sein Mund. Er flammt auf. Der Kuss verwandelt sich in etwas, das einen Schauder durch meinen Bauch fahren lässt.
Seine Zunge neckt meine, seine Hände fassen meine Taille …
Mein Atem stockt. Das ist ein Fehler. Ich hätte einen anderen Typen wählen sollen. Einen, der mir nicht so viel bedeutet. Ich mag Tyler und wenn er geht …
Ich löse mich von ihm.
Tylers Hände gleiten zu meinen Hüften, ohne dass er loslässt. »Mira, was geht hier vor? Ich meine, ich beschwere mich nicht …«
Was tue ich hier? Ich ruiniere es. Ich wollte das so lange und jetzt bin ich im Begriff, es zu vermasseln.
Natürlich fragt er sich, warum seine distanzierte Nachhilfeschülerin ihn anbaggert. Ich dachte, er mag mich, aber ich war mir nicht hundertprozentig sicher. Aufgrund der Intensität dieses Kusses denke ich, dass eine gewisse Anziehung zwischen uns beiden nicht von der Hand zu weisen ist. Ich muss aufhören, auszuflippen und mich einfach darauf einlassen.
»Ist das okay?« Meine Augen haben sich an die Dunkelheit gewöhnt. Ich stehe auf Zehenspitzen und küsse seinen markanten Kiefer, ziehe meine Lippen hinunter zu seinem Hals, während meine Hände über seine breiten Schultern und seine Brust bis zu seinem flachen Bauch wandern.
Sein Atem stockt und er zieht mich näher heran. »Bist du sicher? Ich meine – ich wusste das nicht.«
Ich bringe diesen Gedanken mit einem weiteren Kuss zum Schweigen, mein Mund öffnet sich und nimmt alles, was Tylers Lippen zu geben bereit sind.
Tyler ist größer als einen Meter achtzig und ich muss mich strecken, um seinen Mund zu erreichen. Aber er hält mich fest und seine Lippen bewegen sich eifrig mit meinen, schicken noch mehr Schauder durch meinen Bauch, lockern meinen Körper zusammen mit meinen Nerven.
Je mehr er küsst, desto weiter breitet sich das Flattern in mir aus, wandert und gerät vollkommen außer Kontrolle. Er schmeckt nach Pfefferminz, seine Lippen sind weich und warm und sie berühren mich auf eine Weise, die meine Hände an seiner Brust zittern lässt.
Normalerweise lasse ich den Kerl die Kontrolle übernehmen und halten ihn auf, falls er zu weit geht. Aber trotz Tylers eifrigem Mund haben seine Hände meine Hüften nicht verlassen.
Er ist ein netter Kerl, klar. Was habe ich denn erwartet?
Offensichtlich muss ich auch den nächsten Schritt machen.
Ich fahre mit den Fingern unter sein Hemd, an seiner warmen, glatten Haut entlang und berühre die Konturen seiner muskulösen Brust, die durch stundenlangen Sport nach der Schule entstanden sind.
Ich erkunde gerade faszinierendes Terrain, als Tyler sich von mir löst. Meine Finger erstarren und ich sehe ihm in die Augen und ihre Helligkeit ist so gut wie verschwunden. In diesem Licht sind sie dunkel und trüb mit erschreckenden Tiefen.
»Mira, was ist mit unten? Die Party …«
Hör auf nachzudenken.
Als Antwort auf seine Frage hebe ich den Saum seines schwarzen T-Shirts. Seine Arme gehen automatisch nach oben, damit ich die weiche Baumwolle über seinen Kopf ziehen kann. Ich lasse es auf den Boden fallen, der dunkle Stoff verschwindet im Schatten.
Ich greife hinter ihn, suche nach der Tür und schließe sie ab. Ich ergreife seine Hand und führe ihn zum Bett. »Es ist okay. Niemand wird hereinkommen.« Ich setze mich auf den Rand der Matratze und ziehe ihn sanft nach unten.
Er sagt zunächst nichts. Es könnte etwas damit zu tun haben, dass ich mein Oberteil abgestreift habe. Ich bin von der Taille aufwärts entblößt, mit Ausnahme eines hübschen schwarzen BHs, den ich auf einer großzügigen Shoppingtour bei Victoria‘s Secret gekauft habe.
Tyler berührt meine nackte Schulter. »Ähhhm …« Sein Blick bleibt eine Sekunde lang auf meinen Brüsten hängen, dann wandert er zu meinem Gesicht und verweilt auf meinen Augen. »Ich mag dich. Wir müssen das nicht heute Abend machen.«
Seit über einem Jahr stelle ich mir vor, wie es wäre, Tylers Freundin zu sein. Wie er mich ins Kino mitnehmen würde oder wie wir bei ihm zu Hause mit seiner Mutter und der Schwester, von der er mir erzählt hat, abhängen würden. Aber das ist ein Hirngespinst.
Tyler würde mich nie wollen, wenn er wüsste, wo ich herkomme und wie verkorkst meine Vergangenheit ist. Wir können nie mehr sein, außer auf diese Art und Weise.
Wenn ich das jetzt mit ihm teile, dann habe ich wenigstens ein Stück von ihm. Diesen einen Moment.
»Ich bin mir sicher. Ich will dich.«
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⭐⭐⭐⭐⭐ „Jules Barnard schreibt eine emotionale Geschichte mit vielRomantik, Herzschmerz und familiären Schwierigkeiten.“ ~ Rezension zu Seine zweite Chance
⭐⭐⭐⭐⭐ „… die Chemie zwischen den Figuren, der Humor, der das Ganze unterhaltsam macht, und gerade genug Wendungen, um dich zu fesseln. “ ~ Rezension zu Seine zweite Chance
⭐⭐⭐⭐⭐ „Das ist mein Lieblingsbuch aus der Reihe. Ich fand es toll zu sehen, wie alle aus der Reihe gemeinsam wieder dabei sind.“ ~ Rezension zu Seine zweite Chance
Jules Barnard ist eine USA Today-Bestsellerautorin für romantische Komödien und romantische Fantasy. Zu ihren romantischen Komödien gehören die Serien Keine Regeln (Englisch: All's Fair), Die Männer aus Lake Tahoe (Englisch: Never Date), und die Cade-Brüder (Englisch: Cade Brothers). Außerdem schreibt sie unter dem Namen J. Barnard romantische Fantasy in der Halven Rising-Reihe, die das Library Journal als "... ein aufregendes neues Fantasy-Abenteuer" bezeichnet. Ob sie nun über heißblütige Männer in Lake Tahoe oder eine Fae-Welt auf einem College-Campus schreibt, Jules spinnt fesselnde Geschichten voller Herz und Humor.
Wenn Jules nicht gerade in ihrer Jogginghose schreibt und sich mit Schokolade belohnt, verbringt sie ihre Zeit mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in ihrer kleinen Heimatstadt im pazifischen Nordwesten. Sie schreibt sich selbst die Fähigkeit zu, zu lesen, während sie auf dem Laufband läuft oder das Abendessen anbrennen lässt.