Jules Barnard Books
Vermieter küsst man nicht
Vermieter küsst man nicht
- Hass/Liebe auf den ersten Blick
- Eine vom Glück verlassene Heldin
- Einen mürrischen Milliardär
- Max Burrows stammt aus einer der reichsten Familien in San Francisco – und ich aus einer der ärmsten. Er ist groß, kräftig gebaut und sieht umwerfend aus, während ich mich schon damit abmühe, meine Bluse nicht zu bekleckern. Unsere Welten könnten niemals ineinandergreifen ... Doch nachdem wir uns in der Küche fast geküsst hätten, frage ich mich, ob diese Anziehungskraft vielleicht doch nicht so einseitig ist.
Überblick
Überblick
Die Stadt ist überteuert, aber ich kann hier nicht weg. Zum Glück habe ich die perfekte Mietwohnung gefunden. Mein einziges Problem? Der arrogante Vermieter ist der beste Freund meines neuen Mitbewohners.
Max Burrows stammt aus einer der wohlhabendsten Familien San Franciscos – und ich aus einer der ärmsten.
Wir haben absolut nichts gemeinsam. Max ist groß, fantastisch gebaut und sieht unfassbar gut aus, während ich ständig in Gefahr bin, meine Bluse vollzukleckern.
Max tut so, als wolle er nur mit seinem Kumpel abhängen, aber er erzählt meinen potenziellen Dates ständig peinliche Dinge über mich und klaut mir meine teuren Pralinen.
Der Mann ist eine echte Pest. Aber je näher ich ihn kennenlerne, desto mehr beginne ich mich zu fragen, ob er die anderen Männer mit Absicht aus meinem Umfeld verscheucht.
Und dann fällt mir wieder ein, dass mich seine Mutter wie eine Bedienstete behandelt und dass seine Exfreundin reich und schön ist und ihn zurückwill.
Unsere Welten können niemals zu einer werden. Kein Mann wie er würde mich überhaupt jemals ernstnehmen.
Aber nach dem Beinahe-Kuss in der Küche frage ich mich, ob die Anziehung wirklich so einseitig ist.
VERMIETER KÜSST MAN NICHT ist eine Aschenputtelgeschichte Marke Brummbär-trifft-Sonnenschein mit einer Prise Sie-hassen-sich-sie-lieben-sich. Diese Liebesgeschichte kann einzeln gelesen werden und bietet eine Menge Gefühl, sowie all die großen Gesten und das Happy End, nach dem ihr sucht.
Blick ins erste Kapitel
Blick ins erste Kapitel
Sophia
Der große, allzu gutaussehende Mann an der Haustür meines Apartments in San Francisco lehnte seine Schulter gegen den Türpfosten, die Hand in der Hosentasche seines marineblauen Anzugs. „Sie sind die neue Mieterin? Sophia, richtig?“ Er musterte mein krauses Haar, dann warf er einen Blick in meine Wohnung, wobei seine Aufmerksamkeit an etwas hängen blieb. „Ihr rosa Höschen hängt von der Couch.“
Mein Gesicht wurde heiß, und meine Augen weiteten sich. Ich hatte heute Morgen in meiner Eile, pünktlich zur Arbeit zu kommen, blindlings Dinge aus dem Weg geworfen, also war das nicht völlig überraschend. Aber musste er mich darauf hinweisen?
Ich hob meinen Blick von seiner breiten Brust und starrte in seine blauen Augen, die perfekt zu seiner Krawatte passten. „Wer, sagten Sie, sind Sie?“ Er hatte sich nicht vorgestellt, aber ich blieb höflich. Immerhin war ich gerade erst eingezogen.
„Das ist mein Gebäude.“ Er schaute wieder an mir vorbei, und ich rückte zur Seite, um ihm die Sicht zu versperren. Nicht, dass es geholfen hätte; er war einen Kopf größer und konnte über mich hinwegblicken, sogar in gebückter Haltung. „Mir wurde gesagt, Sie seien Innenarchitektin.“ Er musterte mein Gesicht, als würde er nach Rissen in der Fassade suchen. „Ich nahm an, Sie wären organisiert.“ In seinem Tonfall schwang eine arschlochhafte Mischung aus Enttäuschung und Irritation mit.
Meine Lippen öffneten sich empört, als der verbale Schlag in die Magengrube meine empfindlichsten Unsicherheiten traf.
Dieser Typ wusste nicht, woher ich kam. Er kannte meine Vergangenheit nicht. Ich atmete durch die Nase, um mich zu beruhigen, und versuchte, mir vorzustellen, wie eine Person ohne meine Vergangenheit reagieren würde – und stellte fest, dass ich immer noch sauer war. Jeder wäre das.
Setzte er das achtlos hinterlassene Höschen … mit meinem ganzen Leben gleich? „Gibt es in diesem Gebäude irgendeine Vorschrift, die von den Mietern verlangt, sich in ihren eigenen vier Wänden wie im Job zu verhalten?“
Er sah mich mit einem herablassenden Blick an. „Wenn es deinen Mitbewohner stören könnte, dann ja.“
Ich teilte mir die Wohnung in dem Haus im viktorianischen Stil mit einem Kerl namens Jack, der von seinem Schlafzimmer aus arbeitete und an den meisten Tagen Jogginghose und eine umgedrehte Baseballmütze trug. Er war nicht der pingelige Typ. Zugegeben, er hielt Ordnung. Ich dagegen? Nicht so sehr und schon gar nicht, wenn ich mitten in einer Arbeitswoche umziehen musste.
Vielleicht hatte der Vermieter also recht. Das Höschen könnte Jack stören – falls er jemals aus seinem Schlafzimmer käme. Aber seit ich vor zwei Tagen eingezogen war, hatte Jack kein Wort über die Unordnung verloren. Entweder störte es ihn nicht, oder er ließ mir Freiraum, während ich auspackte und mich einrichtete, weil er nett war.
Mit Nettigkeit hatte der Vermieter offensichtlich seine Schwierigkeiten.
Andererseits … war ich unverschämt meinem Mitbewohner gegenüber?
Ich schüttelte sachte den Kopf. Meine fehlende Ordnungsliebe ging diesen Mann nichts an. „Mein Mitbewohner scheint mit der Wohnsituation zufrieden zu sein. Außerdem wusste ich nicht, dass Vermieter ihre Mietobjekte mit weißen Handschuhen kontrollieren wie der Oberbutler in alten Filmen.“
In seinen Augen blitzte etwas auf … Verärgerung? Neugier? Interesse? Ich konnte es nicht sagen, vielleicht weil ich nicht viel Übung darin hatte, die Gefühle von Arschlöchern zu interpretieren. „Ich bin der Besitzer“, sagte er schließlich.
Gab es einen Unterschied? Ich zog die Brauen zusammen. „Also der Vermieter.“
Sein Mundwinkel hob sich auf einer Seite, und einen Moment lang sah er amüsiert aus. „Sicher, wenn Sie es so sehen wollen.“
Er war teuer gekleidet, und sein beinahe schwarzes Haar war perfekt gekämmt. Ein heißer Typ. Das kristallklare Blau seiner Augen erinnerte mich an einen tropischen Strand, dessen Besuch ich mir nie leisten könnte. Aber wenn er der reiche Eigentümer des Gebäudes war, warum zum Teufel kümmerte er sich um die Details der Vermieterei – beinahe wie ein altmodischer Gutsherr?
Wie auch immer, er benahm sich wie ein herrschaftlicher Arsch. Von nun an war er für mich nur der Gutsherr.
Vor einer Woche hatte ich meinem Glücksstern gedankt, als ich diese Wohnung gefunden hatte. War das ein Fehler gewesen?
Ich musterte ihn von oben bis unten, wobei mein Blick ärgerlicherweise an seinen breiten Schultern hängen blieb. „Wie sagten Sie, ist Ihr Name?“ Ein Mädchen kann nie vorsichtig genug sein. Und ich hasste den überlegenen, arroganten Blick in seinen Augen, selbst wenn ihm das Haus gehörte.
„Sie können mich Max nennen.“
Wie in Maxwell Burrows, Inc.? Der Name, der als Briefkopf auf meinem Untermietvertrag stand?
Ich setzte ein steifes Lächeln auf und stemmte meine Hand in die Hüfte. „Sind meine Kaution und die erste Monatsmiete gut angekommen?“
Natürlich waren sie das. Ich hatte nach meinem Design-Abschluss ein Wirtschaftsstudium absolviert, weil ich dachte, das würde mir einen Vorsprung verschaffen; deshalb war ich sehr vor- und umsichtig, wenn es um Geld ging. Vor allem, weil ich keins hatte. Trotzdem musste es einen Grund geben, warum er vorbeigekommen war, und ich hätte ihn nur zu gern aus meinem neuen Zuhause verbannt. Er ruinierte die Stimmung.
Konnten Vermieter die Ordnung in einer Wohnung vorschreiben? War es sexuelle Belästigung, auf rosa Höschen hinzuweisen? Ich merkte, dass mein Finger nervös auf meine Hüfte tippte, und ballte die Faust, damit es aufhörte.
Dann fuhr ich mit der Hand glättend über die Vorderseite meines königsblauen Etuikleides, das nach dem Gewichtsverlust der letzten Wochen wie ein Sack an mir hing, und schenkte ihm ein Lächeln, das weniger steif war als das letzte, denn ich wollte noch einmal versuchen, nett zu sein.
Der Gutsherr zuckte nicht mit der Wimper. Im Gegenteil, er wirkte gelangweilt und blickte auf seine schicke goldene Uhr. „Achten Sie nur darauf, dass es keinen Grund zur Beschwerde gibt.“
Die Sehnen in meinem Nacken zogen sich zusammen, und mein Kiefer schmerzte. Grund zur Beschwerde? Von zu Hause wegzuziehen, war die erste egoistische Handlung, die ich mir seit Jahren erlaubt hatte. Ich war so verantwortungsbewusst, dass es wehtat, und dieser Mann hatte die Frechheit zu behaupten, ich sei es nicht?
Vor meinem inneren Auge tauchten Visionen auf, wie ich ihn erwürgen würde. Ich kniff die Augen zu. Ich stand zu sehr unter Stress. Der Kerl war lästig, aber eines Mordes nicht würdig. Noch nicht.
Der Gutsherr blickte auf, und seine Lippen zuckten, als könne er meine innere Wut spüren.
Ich atmete tief ein und zwang mich, ruhig zu bleiben. „Das von Ihnen erwähnte Chaos wird beseitigt, sobald ich ein Wochenende Zeit habe, alles aufzuräumen.“
Notiz an mich selbst: Unerwünschte Dinge im Schlafzimmer verstauen, sobald der Gutsherrenarsch weg ist.
Ich arbeitete seit sechs Monaten bei Green Aesthetic: nicht lange genug, um für einen plötzlichen Umzug in ein freigewordenes, schickes Apartment spontan Urlaub zu bekommen. Es musste reichen, bis zum Wochenende zu warten, um mit dem Auspacken fertig zu werden. „Brauchen Sie sonst noch etwas?“
Seine Augen verengten sich, als würde er kein Wort von dem glauben, was ich gesagt hatte. „Ich kam vorbei, um Sie hier willkommen zu heißen. Ich wohne eine Etage höher.“
Mein Brustkorb krampfte sich zusammen, und ich würgte. „Oh … das ist … nett.“
Er wohnte im ersten Stock? Scheiße.
Max schaute noch einmal an mir vorbei. Dem Glitzern in seinen Augen nach zu urteilen, warf er einen letzten Blick auf mein Höschen. „Einen schönen Abend noch.“
Wie sollte der Abend wohl schön werden, wenn ich wusste, dass über mir ein kritisches, überhebliches Arschloch wohnte?
* * *
Am nächsten Morgen war das Wohnzimmer wieder aufgeräumt – weil ich lange aufgeblieben war, um Umzugskartons in mein Schlafzimmer zu schleppen und Kleider in meine neue IKEA-Kommode einzuräumen, für deren Zusammenbau ich zwei Stunden gebraucht hatte. Ich wollte Menschen gefallen und sie zufriedenstellen. Das galt sogar für Arschgeigen wie Maxwell Burrows. Es war problematisch.
Ich hielt mein Handy ans Ohr und rieb mir die Schläfe. „Du kannst heute Abend nicht kommen“, sagte ich zu Elise, meiner jüngeren Schwester, während ich Socken in die Kommodenschublade sortierte.
Das Geräusch ihres Mampfens drang durch den Hörer. Irgendwie ernährte sich Elise hauptsächlich von Mais-Chips und hatte trotzdem noch eine straffe Figur. Das war supernervig. „Warum? Was ist passiert?“
Ich wünschte, der Grund, warum sie nicht vorbeikommen konnte, wäre, dass mein Schlafzimmer aussah, als wäre ein Tornado hindurchgefegt, aber das tat es nicht. „Ich habe meinen Vermieter getroffen.“
„Und?“
„Er ist krass neugierig.“
Das Knurpsen hörte auf. „Ich kann heute Nacht bei Mom bleiben“, sagte sie.
Bis jetzt hatte ich zusammen mit meiner Schwester bei meiner Mutter im äußeren Sunset-Viertel von San Francisco gelebt. Ich war im Durchschnitt auf vier Stunden Schlaf pro Nacht gekommen, während ich von zu Hause aus pendelte und meinem Chef bei Green Aesthetic half, überfällige Projekte aufzuarbeiten. Victor, der Eigentümer, hatte schon seit über zehn Jahren jemanden gesucht, der Design und Management gleichermaßen beherrschte. Das war der Grund, warum ich überarbeitet war. Aber die Arbeit mit Victor war ein Sprungbrett zu größeren Dingen, und ich betete ihn an, auch wenn von meinem Gehalt nach allen Abzügen und Ausgaben nicht viel übrigblieb.
Eine Zeit lang machte ich mir Sorgen, dass ich mir angesichts der Mietkosten in San Francisco niemals eine eigene Wohnung oder auch nur ein Zimmer leisten könnte. Das waren düstere Zeiten gewesen. Aber all das änderte sich an dem Tag, als ich auf Jacks Angebot für ein Schlafzimmer mit eigenem Bad in seinem Apartment in einem viktorianischen Gebäude stieß.
Wunderbarerweise war ich gerade die Online-Angebote in Jacks Viertel durchgegangen und hatte seine Anzeige Sekunden, nachdem er sie hochgeladen hatte, entdeckt. Angesichts der Lage nur wenige Blocks von meiner Arbeit entfernt, in einem der schönsten Viertel der Stadt, hätte ich nie erwartet, dass ich mir ein Zimmer in Russian Hill leisten könnte.
Ich begriff immer noch nicht, warum Jack das Zimmer so billig angeboten hatte. Als ich mich bewarb und vorstellte, hatte er etwas davon gesagt, dass er den Rabatt weitergeben wollte, was ich nicht ganz verstanden hatte, aber ich wollte ihm nicht sagen, dass der Preis eigentlich doppelt so hoch sein müsste. Ich war so aufgeregt gewesen, als er mir das Zimmer tatsächlich anbot, dass meine Hände tagelang gezittert hatten, bis Jack mir den Schlüssel in die Hand drückte und ich damit offiziell wusste, dass es mir gehörte. Es mussten sich Dutzende von Leuten um das Zimmer beworben haben. Aber ich war die erste gewesen, sagte Jack, und ich hatte seine Anforderungen erfüllt.
Nur stimmte das nicht ganz. Jack hatte sich einen Einzelmieter gewünscht (im Gegensatz zu einem Paar oder zwei Freunden, die sich das Zimmer teilten), der keine Haustiere besaß. Ich hatte zwar kein Haustier, aber ich hatte vor, meine Schwester so oft wie möglich in meinem Zimmer einzuquartieren.
„Ich wünschte, du müsstest nur eine Nacht bei Mom bleiben“, sagte ich zu Elise. „Aber so einfach ist das nicht.“
Unsere Mutter war allerliebst. Sie hatte aber auch große Probleme, die mich und Elise als Kinder traumatisiert hatten. Auch wenn meine Mutter sich nach wie vor weigerte, sich helfen zu lassen, konnte ich zumindest meine Schwester endlich so oft wie möglich aus der stressigen Wohnsituation herausholen.
Sobald Jack mir das Zimmer angeboten hatte, malte ich mir alle möglichen Szenarien aus, in denen Elise komplett bei mir wohnte, anstatt bei Mom zu bleiben. Laut Untermietvertrag konnte Elise sieben Tage hintereinander hier pennen, aber nicht unbegrenzt bleiben. Es war keine perfekte Lösung, aber es war besser als die Alternative: Elise lebte unter Moms Dach, bis sie ihre Pflegeausbildung abgeschlossen und einen Vollzeitjob gefunden hatte. Und jetzt hatte ich schreckliche Angst davor, was das Gutsherrenarschloch tun würde, wenn der Kerl herausfand, dass ich die Übernachtungsklausel ausnutzte. Er hatte es gehasst, dass mein Höschen im Wohnzimmer zu sehen war; was würde er sagen, wenn er herausfand, dass Elise regelmäßig hier übernachtete?
„Ich werde weiterhin Moms Hypothek bezahlen“, sagte ich zu meiner Schwester. „Du wirst bald ausziehen können. Das verspreche ich.“
Ich konnte es mir leisten, meine Mutter und Elise zu unterstützen. Mehr oder weniger. Dass ich mir dieses Zimmer mit meiner Schwester teilte, hätte das Übergangsstück im Gesamtplan sein sollen. Und dann war Maxwell Burrows aufgetaucht und hatte mich mit seiner Drohung, dass es keine Beschwerden geben durfte, in Panik versetzt. Was mich dazu brachte, mir Sorgen zu machen, dass sich jemand über mich beschweren könnte.
Ich massierte entnervt mit Daumen und Zeigefinger meinen Nasenrücken. Mein Problem, mich für alles extrem verantwortlich zu fühlen, mochte begonnen haben, als ich bei Mom aufwuchs, aber ich musste diese Scheiße nicht ewig mit mir herumschleppen. Es musste doch einen Weg geben, diese neue Wohnsituation zu meistern. Ich würde mich von meinem Vermieter nicht einschüchtern lassen.
„Es bleibt also bei dem Plan, dass ich den größten Teil des Monats bei dir bleibe?“ Elises Stimme klang optimistisch.
Jetzt, wo ich es laut ausgesprochen hörte, klang es lächerlich. „Nein, eben nicht. Es gab ein kleines Problem, was den Plan betrifft.“
Ich ließ mich auf mein breites Bett sinken und lehnte meinen Kopf gegen das beige gepolsterte Kopfteil, während sich hinter meinen Augen pochende Kopfschmerzen breimachten. „Rate mal, wer in der Wohnung über mir wohnt?“
„Paul?“
„Was?“ Die unerwartete Erinnerung an meinen Ex löste meinen Würgereiz aus. „Nicht Paul. Der verdammte Gutsherr.“
Ich knabberte an der Ecke meines Daumennagels. Sollte ich nochmal umziehen? Eine Wohnung finden, in der Elise und ich beide im Mietvertrag stehen könnten? Aber keine erschwingliche Wohnung konnte so schön wie diese sein oder auch nur innerhalb der Stadtgrenzen liegen. Ich würde zu längeren Fahrten und rationiertem Schlaf zurückkehren. Als Ernährerin der Familie war das problematisch. Es war nicht gut, wenn das Gewicht aufgrund von Stress und Erschöpfung schwankte, so wie zuletzt. Wenn ich krank wurde, wer würde dann die Rechnungen bezahlen?
Ich nahm einen tiefen Atemzug und ließ ihn langsam wieder entweichen. Dann atmete ich erneut ein und aus. Ich durfte nicht nervös werden, keine Angst haben. Ich musste die Sache in den Griff bekommen, sonst würde das Kartenhaus zusammenbrechen.
„Moment, wer ist der verdammte Gutsherr?“ fragte Elise.
„Er ist der Arsch, der im Gebäude das Sagen hat.“
Eine Pause entstand, dann fragte sie: „Also der Vermieter? Und der wohnt im Haus?“
Es war typisch für Elise, direkt zum Kern der Sache vorzudringen. „Er ist nicht nur der Vermieter. Er ist auch der Eigentümer.“
„Oh. Ohhh … ja, das ist nicht gut. Nicht, wenn du versuchst, die Grenzen deines Vertrags hinter dem Rücken des Besitzers zu erweitern.“ Das Schmatzen ging weiter, und sie stieß einen schweren Seufzer aus. „Hör zu, Sophia, ich kann mir einen Job suchen. Wirklich.“
Meine Hand krampfte sich zusammen angesichts der Bereitwilligkeit meiner Schwester, sich noch mehr aufzuladen. „Du hast bereits einen Teilzeitjob“, sagte ich mit angespannter Stimme, „und du bist noch in der Krankenpflegeschule.“
Sie gab einen unbekümmerten Laut von sich. „Ich kann mir einen zusätzlichen Job suchen. Ich bin sowas von bereit, ebenfalls hier auszuziehen, das weißt du.“
Ich griff nach einem Taschentuch auf dem Nachttisch, Tränen brannten in meinen Augen. Ich weinte nur, wenn ich frustriert war, nie, wenn ich traurig war. „Du kannst unmöglich zwei Jobs machen und dein Studium beenden.“
Sie stieß einen rauen Seufzer aus. „Was schlägst du dann vor? Wenn der Besitzer zickig ist und über dir wohnt, kann ich unmöglich so oft übernachten, wie wir es geplant haben.“
Ich warf das zusammengeknüllte Taschentuch in den Mülleimer und verfehlte ihn. „Du kannst bei mir wohnen, sobald ich die Sache geregelt habe. Übernachtungen sind im Mietvertrag erlaubt. Ich muss nur sichergehen, dass der Besitzer mich gut leiden kann.“
War das überhaupt möglich?
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⭐⭐⭐⭐⭐ „Nach mehr als einem Diebstahl teurer Schokolade würde ich definitiv zu Gewalt übergehen. Oder zu Küssen, aber wahrscheinlich eher zu Gewalt.“ ~ Rezension zu Vermieter küsst man nicht, BookBub
⭐⭐⭐⭐⭐ „Ich habe so sehr gelacht, dass mir die Tränen kamen – und mein Herz wurde dabei auf die bestmögliche Weise mitgerissen..“ ~ Rezension zu Vermieter küsst man nicht, BookAddict
⭐⭐⭐⭐⭐ „Amüsante Schlagabtausche in echter Slow-Burn-Manier – mit nur einem Hauch von Herzschmerz.“ ~ Rezension zu Vermieter küsst man nicht, Goodreads
⭐⭐⭐⭐⭐ „Witzig, herzlich und lustig – das ist mein neuer Favorit!“ ~ Rezension zu Vermieter küsst man nicht
Jules Barnard ist eine USA Today-Bestsellerautorin für romantische Komödien und romantische Fantasy. Zu ihren romantischen Komödien gehören die Serien Keine Regeln (Englisch: All's Fair), Die Männer aus Lake Tahoe (Englisch: Never Date), und die Cade-Brüder (Englisch: Cade Brothers). Außerdem schreibt sie unter dem Namen J. Barnard romantische Fantasy in der Halven Rising-Reihe, die das Library Journal als "... ein aufregendes neues Fantasy-Abenteuer" bezeichnet. Ob sie nun über heißblütige Männer in Lake Tahoe oder eine Fae-Welt auf einem College-Campus schreibt, Jules spinnt fesselnde Geschichten voller Herz und Humor.
Wenn Jules nicht gerade in ihrer Jogginghose schreibt und sich mit Schokolade belohnt, verbringt sie ihre Zeit mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in ihrer kleinen Heimatstadt im pazifischen Nordwesten. Sie schreibt sich selbst die Fähigkeit zu, zu lesen, während sie auf dem Laufband läuft oder das Abendessen anbrennen lässt.